Freie Wähler im Landschaftsverband Rheinland (LVR) beantragen Fördergelder für die Anschaffung von Spielgeräten

„Inklusion im Kindesalter schafft die Basis für eine tolerante und empathische Gesellschaft“

Die Freien Wähler im LVR wollen die finanzielle Ausstattung zur Förderung von Menschen mit Behinderungen wie in KiTas, Schulen und Arbeitsplätze auf Spielplätze erweitern. Ein entsprechender Antrag soll im Herbst in die zuständigen Gremien des LVR eingebracht und im Rahmen der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2020/2021 beschlossen werden.
Die Freien Wähler bemängeln, dass in der Kette der förderfähigen Maßnahmen bisher keine Spielplätze enthalten sind. Gerade Spielplätze aber zählen zu den ersten Begegnungsstätten für Kinder und sind für die soziale Entwicklung und den sozialen Umgang äußerst wichtig. Sie verdienen daher besondere Unterstützung und besonderes Augenmerk durch die öffentlichen Träger. Auf Spielplätzen können sich behinderte und nicht behinderte Kinder unvoreingenommen begegnen und ein gemeinsames Miteinander einüben, lernen und erleben. Auf diese Weise kann bereits im Kindesalter die Grundlage für ein dauerhaftes besseres Verständnis zwischen Behinderten und Nichtbehinderten geschaffen werden. Diese Förderlücke wollen die Freien Wähler mit ihrem Antrag schließen, der konkret darauf abzielt, geeignetes Spielmaterial anzuschaffen, das von beiden Gruppen gleichermaßen genutzt werden kann.

Besonderen Wert legen die Freien Wähler darauf, dass nur Spielgeräte zur Verfügung gestellt werden, die der Inklusion dienen und geeignet sind, das Ziel „Kinder helfen Kinder“ ohne Mithilfe von Erwachsenen zu erreichen. Im besten Fall sollen die Spielgeräte auch von Kindern im Rollstuhl benutzt werden können. Das gemeinsame Spielerlebnis zur Förderung und Unterstützung des sozial-emotionalen Verhaltens der Kinder steht im Vordergrund der Überlegungen der Freien Wähler.

Hierzu zählen auch ein behindertenfreundlicher und barrierefreier Zugang sowie eine dementsprechende Gestaltung der Spielplätze. Henning Rehse, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im LVR bringt das Kernanliegen und die zentrale Botschaft auf den Punkt.

„Als größter deutscher Leistungsträger für Menschen mit Behinderung ist es unsere besondere Pflicht, unser Engagement für eine inklusive Gesellschaft gerade dort anzusetzen, wo die entscheidende Grundlage für eine erfolgreiche Inklusion geschaffen werden kann, nämlich bei den Kindern. Inklusion im Kindesalter schafft die Basis für eine tolerante und empathische Gesellschaft.“

Dabei allein will es Rehse allerdings nicht belassen. Er erinnert vielmehr auch an die kommunale Verantwortung und appelliert an die Städte und Landkreise des LVR, sich an dieser Gesamtaufgabe auch im Rahmen ihrer kommunalen Daseinsvorsorge zu beteiligen.
Der Antrag der Freien Wähler sieht vor, dass der LVR für die angedachte Maßnahme insgesamt zwei Millionen Euro und hiervon pro Projekt maximal 20.000 Euro zur Verfügung stellt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.